Objektbeschrieb

Beim Kaufobjekt handelt es sich um die beiden Grundstücke:

  • Gsteig Grundbuchblatt Nr. 1695 mit dem rund 400-jährigen Bauernhaus Pillonstrasse 10 (202 m2).
  • Gsteig Grundbuchblatt Nr. 1696 mit der Scheune Pillonstrasse 11a (125 m2).

Das Grundstück Nr. 1695 hat eine Fläche von 1’541 m2 und das Grundstück Nr. 1696 eine von 346 m2.

Auf beiden Grundbuchblättern ist im Grundbuch angemerkt, dass diese Grundstücke nicht den Bestimmungen des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht unterliegen bzw. nicht dem BGBB unterstellt sind. Das Bauernhaus darf sowohl als Erst- als auch als Zweitwohnung benützt werden.

Das Richtung Süd-Osten ausgerichtete Bauernhaus mit Baujahr 1639 enthält viel Originalsubstanz, innen wie aussen. Das Zimmermannshandwerk von damals ist eindrücklich, insbesondere der kräftige Kantholz-Blockbau, die geständerte Stubenfront, massive Holzböden und Wände, Stubentüren mit Zierbemalung und der Bretterkamin. Das Bauernhaus war ursprünglich vertikal in zwei gleich grosse Wohnungen aufgeteilt. Die originale Raumstruktur ist vollständig erhalten. Es ist als schützenswertes K-Objekt im Inventar der bernischen Denkmalpflege erfasst.

Das Bauernhaus verfügt weder über eine Zentralheizung, noch über eine Warmwasseraufbereitung, noch über ein Badezimmer, noch über einen Abwasseranschluss. Der nächstgelegene Abwasserschacht befindet sich am Strassenrand zwischen Bauernhaus und Scheune. Das Haus verfügt über zwei „Plumpsklos“ mit Jauchegrube. Die Küche hat einen Frischwasseranschluss (Gemeinde Gsteig). Gekocht wurde auf einem einfachen Holzherd. Geheizt wurde mit einem zwischenzeitlich ausgebrannten Eisenofen in der vorderen Stube sowie mit einem kleineren Eisenofen in der hinteren Stube. Die spärlichen Elektroinstallationen wurden im April 2014 letztmals einer Sicherheitskontrolle (SiNa) unterzogen. Die Schindeldächer sind grossenteils mit – teils rostigem – Wellblech belegt. Der Renovationsbedarf dürfte – je nach künftigem Verwendungszweck und angepeiltem Ausbaustandard – erheblich sein.

Die Scheune mit Baujahr 1889 ist weder schützens-, noch erhaltenswert, so dass sie bei Bedarf in eine Autogarage umgenutzt bzw. umgebaut oder durch eine solche ersetzt werden könnte.


Die Raumstruktur des Bauernhauses präsentiert sich wie folgt:

Erdgeschoss (ca. 70 mNettowohnfläche)

  • Küche mit Treppe ins Obergeschoss, ca. 18.6 m2 (Raumhöhe: 2.20 m)
  • vordere Stube, ca. 25.6 m2 (Raumhöhe: 1.95 m)
  • hintere Stube, ca. 25.6 m2 (Raumhöhe: 1.95 m)
  • Räucher-Küche mit offener Feuerstelle
  • Rossdiele mit Plumpsklo
  • Schopf – Eingang hinter Küche
  • Schopf entlang Hausrückseite
  • äussere Laube mit Doppel-Plumpsklo
  • Lauben/Frontaufgang links und rechts

Obergeschoss (ca. 50 mNettowohnfläche)

  • Vorraum mit Bretterkamin und Treppe aus dem Erdgeschoss
  • Gaden 1, ca. 15.2 m2 (Raumhöhe: 1.80 m)
  • Gaden 2, ca. 9.75 m2 (Raumhöhe: 1.80 m)
  • Gaden 3, ca. 15.2 m2 (Raumhöhe: 1.80 m)
  • Gaden 4, ca. 9.75 m2 (Raumhöhe: 1.80 m)

Dachgeschoss

  • Firstgaden (über eine Leiter erreichbar), ca. 20.0 m2 (Höhe 1.23 – 1.77 m)

Untergeschoss

  • ehemaliger Rossstall
  • ehemaliger Säulistall
  • vorderer Keller, ca. 22.5 m2 (Raumhöhe: ca. 1.95 m)
  • hinterer Keller, ca. 22.5 m2 (Raumhöhe: ca. 1.85 m)

Scheune

  • Stall, Lagerraum und Autounterstand im Erdgeschoss
  • Heubühne im Obergeschoss


Der Gebäudeversicherungswert des Bauernhauses beträgt Fr. 970’000.00 (Kubatur gemäss GVB: 1’101 m3) und jener der Scheune Fr. 304’500.00 (Kubatur GVB: 820 m3).

Die amtlichen Werte der beiden Grundstücke befinden sich derzeit in Revision.